Medikamente im Berliner Trinkwasser: Jacobs-Wissenschaftler veröffentlichen Übersichtskarte zur Gadoliniumbelastung

Berliner Trinkwasser Gadolinium
Michael Bau, Jacobs University Professor of Geoscience, beim Testen der Gadoliniumbelastung im Trinkwasser.

Wer Arzneimittel einnimmt, belastet damit unfreiwillig das Trinkwasser. Wirkstoffe werden teilweise vom Körper ausgeschieden und die Toilette hinuntergespült. Klärwerke können diese Substanzen nur unzureichend entfernen. Die Konzentrationen sind zwar niedrig, aber die Auswirkungen des Medikamenten-Cocktails sind kaum erforscht. Wie es in der Hauptstadt um die Belastung des Trinkwassers bestellt ist, kann nun jeder Bürger im Internet einsehen.

October 6, 2010

Michael Bau, Jacobs University Professor of Geoscience, und PhD-Student Serkan Kulaksiz haben Ergebnisse ihrer Untersuchungen zur Belastung des Berliner Trinkwassers mit dem in der medizinischen Diagnostik verwendeten Kontrastmittel Gadolinium in einer Übersichtskarte zusammengefasst. Aufgeteilt nach Stadtteil zeigt die Karte die Verbreitung des Medikaments, das wie viele andere während der Trinkwasseraufbereitung nicht beseitigt wird. Gadolinium kann daher als Indikator für die Höhe der Medikamentenbelastung des Trinkwassers verwendet werden.

Die Karte und weitere Informationen zum Konstrastmittel Gadolinium können hier heruntergeladen werden:

  Karte Berlin: Trinkwasserbelastung mit Gadolinium

  Zusatzinformation: Trinkwasserbelastung mit Gadolinium