globale° 2011 – Autoren

Anne Weber bei der globale° 2010. Moderation: Dr. Silke Behl. © globale° Literaturfestival

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Zsuzsa Bánk

*1965 in Frankfurt am Main, Deutschland. Arbeitete als Buchhändlerin und studierte anschließend Publizistik, Politikwissenschaft und Literatur in Mainz und Washington, D.C. Für ihren ersten Roman Der Schwimmer (2002) erhielt sie den aspekte-Literaturpreis des ZDF und den Mara-Cassens-Preis des Literaturhauses Hamburg. Es folgten u.a. der Literaturförderpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung (2003), der Deutsche Bücherpreis (2003) sowie der Adelbert-von-Chamisso-Preis (2004). Zuletzt erschien von ihr Die hellen Tage (2011).


Jürg Beeler

*1957 in Zürich, Schweiz. Studierte Komparatistik in Tübingen, Genf und Zürich. Arbeitete als Lehrer sowie als Reise- und Kulturjournalist. Seine Gedichte und Romane sind vielfach ausgezeichnet worden, u.a. mit dem Erwin-Jaeckle-Preis der Goethe-Stiftung in Basel (1987), mit dem Förderpreis beim Lyrikpreis Meran (1994), dem Literaturpreis des Kantons Solothurn (1997) und dem Preis der Schweizerischen Schillerstiftung (2002). War 2004 Artist in Residence in den Künstlerhäusern Worpswede. Sein fünfter Roman Solo für eine Kellnerin erschien 2008.


Sujata Bhatt

*1956 in Ahmedabad, Indien. Wuchs in Poona (Indien) und in den USA auf. Studium an der University of Iowa. Schreibt überwiegend Lyrik auf Englisch, die in mehr als 20 Sprachen übersetzt und vielfach preisgekrönt wurde, u.a. mit dem Commonwealth Poetry Prize (1988), dem Cholmondeley Award (1991) und dem Tratti Poetry Prize (2000). Sie übersetzt zudem selbst vom Deutschen und Gujarati ins Englische. Zuletzt erschien der Gedichtband Pure Lizard (2008).


Zehra Çırak

*1960 in Istanbul, Türkei. Kam im Alter von drei Jahren nach Deutschland und lebt seit 1982 in Berlin. Für ihren ersten Gedichtband Flugfänger (1987) erhielt sie den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis. Es folgten u.a. der Friedrich-Hölderlin-Förderpreis der Stadt Bad Homburg (1993) sowie der Adelbert-von-Chamisso-Preis (2001). Zuletzt erschien ihre Prosasammlung Der Geruch von Glück (2010).


Angelo Colagrossi

*1960 in Rom, Italien. Studierte in Bologna Kunst, Film und Theater. Regisseur, Produzent und Autor vieler Comedyserien, Hörbücher und Filme, u.a. Ein Mann, ein Fjord! (2009) und Horst Schlämmer – isch kandidiere (2009). Seine Produktionen erhielten zahlreiche Auszeichnungen, u.a. die Goldene Kamera (1990), den Adolf-Grimme-Preis (1991) und den Bayerischen Fernsehpreis (1991). Zuletzt erschienen Herr Blunagalli hat kein Humor (2009) und Kartoffeln al dente (2011).


Catalin Florescu

*1967 in Temesvar, Rumänien. 1982 mit den Eltern Emigration in die Schweiz, wo er seitdem lebt. Studium der Psychologie und Psychopathologie an der Universität Zürich, anschließend als Psychotherapeut in einem Rehabilitationszentrum für Drogenabhängige tätig. Er erhielt u.a. ein Stipendium der Hermann-Lenz-Stiftung (2001), den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis (2002) und den Anna Seghers-Preis (2003) und war Stadtschreiber in Dresden, Erfurt und Baden-Baden. Seine Romane wurden in mehrere Sprachen übersetzt.


Jaromir Konecny

*1956 in Prag, Tschechische Republik. Emigration nach Deutschland 1982, anschließende Promotion im Fachbereich Chemie an der TU München. Veröffentlichungen u.a. in der Süddeutschen Zeitung, in Die Zeit und Titanic. Für seine Bücher und CDs erhielt er vielfach Auszeichnungen, darunter den Fritz-Hüser-Preis (1995) und den Haidhauser Literaturpreis des Münchener Literaturbüros (1998). Er ist eine der bekanntesten Figuren der deutschen Slam-Szene mit mehr als 60 gewonnenen Poetry Slams.


André Lorant

*1930 in Budapest, Ungarn. 1956 Flucht nach Frankreich, wo er als Professor für Komparatistik an der Universität von Paris (Paris-XII) einer der führenden Spezialisten des Werks von Honoré de Balzac wurde. Zahlreiche Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und -verlagen. Schließlich hat er anlässlich einer Reise in seine ungarische Heimat den Erinnerungsroman Le perroquet de Budapest (1997) geschrieben.


Nicol Ljubić

*1971 in Zagreb, Kroatien. Als Sohn eines Flugzeugtechnikers Schulbesuch in verschiedenen europäischen Ländern. Nach dem Abitur Studium der Politikwissenschaft in Bremen, danach Ausbildung zum Journalisten an der Henry-Nannen-Schule. Für seine vielfältige journalistische Arbeit bekam er u.a. den Theodor-Wolff-Preis (2005). Für seinen zweiten Roman Meeresstille (2010) erhielt er den Adelbert-von-Chamisso Förderpreis (2011).


Olga Martynova

*1962 in Dudinka in Sibirien, Russland. Wuchs in Sankt Petersburg (damals Leningrad) auf und studierte russische Literatur, bevor sie 1991 nach Deutschland zog. Sie hat mehrere preisgekrönte Lyrikbände auf Russisch und in deutscher Übersetzung veröffentlicht. Schreibt u.a. für die Neue Zürcher Zeitung und die Frankfurter Rundschau. Ihr erster Roman Sogar Papageien überleben uns (2010) schaffte es auf die Longlist des Deutschen Buchpreises. 2011 erhielt sie den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis.


Francesco Micieli

*1956 in Santa Sofia d‘Epiro, Italien. Seine Familie gehört der albanischsprachigen Minderheit in der süditalienischen Region Kalabrien an. 1965 mit den Eltern Migration in die Schweiz. Studium der Romanistik und Germanistik, danach Arbeit als Regisseur, Autor und Schauspieler an verschiedenen Schweizer Bühnen. Für sein vielfältiges Prosawerk und seine dramatischen Texte erhielt er u.a. mehrere Auszeichnungen der Stadt Bern sowie den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis (2002). Zuletzt erschien von ihm Klimawandel (2010).


Juan Moreno

*1972 in Huércal-Overa in Andalusien, Spanien. Kam mit seinen Eltern 1973 nach Deutschland. Studium der Volkswirtschaft, Besuch der Deutschen Journalistenschule in München. Schreibt seit 2000 für die Süddeutsche Zeitung, ab 2006 Moderator bei Funkhaus Europa. Seine Prosasammlung Von mir aus: Wahre Geschichten erschien 2006, sein Roman Cindy liebt mich nicht (2010; mit Jochen-Martin Gutsch) wurde auch verfilmt. Zuletzt erschien Teufelsköche (2011).


Helîm Yûsiv

*1967 in Amudê in Westkurdistan, Nordsyrien. Studierte Jura in Aleppo, lebt als Kurde seit 2000 im Exil in Deutschland. Als Moderator einer kritischen Literatursendung im kurdischen Fernsehen engagiert er sich für die kurdische Sprache und Kultur. Sein umfangreiches Prosawerk wurde in mehrere Sprachen übersetzt, seine Texte von verschiedenen Theatergruppen szenisch umgesetzt. Sein Roman Der schwangere Mann (1991) erschien 2004 auf Deutsch.


Feridun Zaimoğlu

*1964 in Bolu, Türkei. Kam 1965 mit seinen Eltern nach Deutschland. Studium der Medizin und Kunst. Erfinder der Literatursprache „Kanak Sprak“. Sein literarisches Werk umfasst Erzählungen, Romane und Theaterstücke, die in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet wurden, u.a. mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis (2005) und einem Stipendium der Villa Massimo in Rom (2005). Seine Kritiken und Essays erscheinen u.a. in Die Zeit und Die Welt. Zuletzt erschien von ihm Ruß (2011).