Search form

Mai-Brit Schulte: Die Umweltaktivistin

Mai-Brit Schulte leitet an der Jacobs University den Environmental Club. Sie will andere motivieren, sich mehr mit dem Thema Umweltschutz zu beschäftigen. (Quelle: privat)

 

11. Mai 2020

Jeder kann einen Beitrag leisten, auch kleine Taten machen einen Unterschied, wenn es um den Erhalt des Planeten geht, davon ist Mai-Brit Schulte überzeugt. Die 21-Jährige leitet an der Jacobs University Bremen den studentischen Environmental Club. „Umweltschutz ist mir sehr, sehr wichtig“, erzählt sie. „Ich hoffe, dass ich durch mein ehrenamtliches Engagement auch andere motivieren kann, sich mehr mit diesem Thema auseinanderzusetzen.“

Bienensterben, Abnahme der Artenvielfallt, mit Plastikmüll verdreckte Meere, der Klimawandel – für Mai-Brit sind die Umweltprobleme offensichtlich. Also hat sie sich dazu entschlossen, etwas dagegen zu unternehmen. Gleich im ersten Semester trat Mai-Brit dem Environmental Club bei und merkte schnell, dass das Umweltbewusstsein ihrer Mitstudierenden sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Sie versucht ein Bewusstsein zu schaffen, indem sie zum Beispiel Events organisiert wie eine Nachhaltigkeitswoche. Oder sie schreibt Rundmails in denen sie etwa auf Maßnahmen zum Energiesparen aufmerksam macht. „Am liebsten möchte ich alle Leute um mich herum zu Ökos machen“, sagt sie augenzwinkernd. Auf dem Campus kommen dann schon mal Mitstudierende auf sie zu und sagen: „Danke, das habe ich ja gar nicht gewusst.“

Positives Feedback bekommt sie auch für die Veränderungen, die sie angestoßen und gemeinsam mit der Universitätsverwaltung umgesetzt hat. Dazu gehören die Einführung eines neuen Pfandbechersystems für die Kaffeebar auf dem Campus oder eben die Aufstellung der Pfandflascheneimer, die der Environmental Club regelmäßig leeren und dessen Einnahmen der Club mit seinen 60 Mitgliedern nutzen wird.

Ihr Engagement in Umweltfragen geht zurück auf ein Schlüsselerlebnis in der 9. Klasse an ihrer Schule in Overath bei Köln – und es führte sie letztlich auch an die Jacobs University. Im Erdkundeunterricht sollte sie ihren ökologischen Fußandruckes berechnen und wollte ihn daraufhin unbedingt reduzieren. Sie wurde Vegetarierin, später Veganerin, fährt Rad, Bus und Bahn statt Auto, kauft keine Kleidung mit Mikrofasern.

Nach dem Abitur 2017 studierte Mai-Brit zunächst Molekulare Biomedizin an der Universität Bonn, merkte aber schnell, dass dies nicht das Richtige war. Sie wollte zu einem Studiengang mit Umweltbezug wechseln, so viel war klar. Aber zu welchem? Eine Freundin empfahl ihr die Jacobs University und das Fach „Earth and Environmental Science“, das traditionelle geowissenschaftliche Disziplinen wie Geologie, Ozeanographie und Umweltwissenschaften miteinander verbindet. „Ich war beim Zulassungstag 2018 zum ersten Mal auf dem Campus“, erinnert sie sich. „Die Universität mit ihren kurzen Wegen, den kleinen Gruppen und dem engen Verhältnis zu den Professorinnen und Professoren hat mich sofort überzeugt.“

Derzeit ruhen die meisten Aktivitäten des Clubs, Corona-bedingt. Exkursionen im Rahmen des Studiums in die Eifel und nach Irland wurden ebenso abgesagt wie ihr Forschungspraktikum mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, das sie nach Thailand führen sollte. Ab dem Herbst ist ein Auslandsemester in Colorado/USA geplant, ob sie es wahrnehmen kann, ist noch offen. Danach steht schon die Abschlussarbeit an.

Sicher aber ist, dass Mai-Brit Schulte mit Blick auf das Examen und den Auslandsaufenthalt ihr Amt als Leiterin des Environmental Clubs abgeben wird. Bis dahin, auch das ist sicher, wird sie ihre Mitstudierenden in Rundmails weiter freundlich, aber bestimmt darauf hinweisen, wie sie mit kleinen Taten ihren ganz persönlichen Beitrag zur Rettung des Planeten leisten können. Denn auch kleine Dinge können einen Unterschied machen.

Dieser Text ist Teil der Serie "Faces of Jacobs", in der die Jacobs University Studierende, Alumni, Professoren und Mitarbeiter vorstellt. Weitere Folgen sind unter www.jacobs-university.de/faces/de zu finden.

 

Über die Jacobs University Bremen:
In einer internationalen Gemeinschaft studieren. Sich für verantwortungsvolle Aufgaben in einer digitalisierten und globalisierten Gesellschaft qualifizieren. Über Fächer- und Ländergrenzen hinweg lernen, forschen und lehren. Mit innovativen Lösungen und Weiterbildungsprogrammen Menschen und Märkte stärken. Für all das steht die Jacobs University Bremen. 2001 als private, englischsprachige Campus-Universität gegründet, erzielt sie immer wieder Spitzenergebnisse in nationalen und internationalen Hochschulrankings. Ihre mehr als 1.500 Studierenden stammen aus mehr als 120 Ländern, rund 80 Prozent sind für ihr Studium nach Deutschland gezogen. Forschungsprojekte der Jacobs University werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft oder aus dem Rahmenprogramm für Forschung und Innovation der Europäischen Union ebenso gefördert wie von global führenden Unternehmen.

Kontakt:
Heiko Lammers | Corporate Communications & Public Relations
h.lammers [at] jacobs-university.de | Tel.: +49 421 200-4532