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Projektbeschreibung

Worum geht es und was sind die Hintergründe?

⌚ Drei Minuten Lesezeit

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Sichere, digital unterstützte Kommunikation in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe - Ein Forschungsprojekt der Unikliniken Ulm und Frankfurt und der Jacobs University Bremen sowie der Techniker Krankenkasse und dem Aktionsbündnis Patientensicherheit

Die baldige Geburt Ihres Kindes ist ein einzigartiges Ereignis. Einen neuen Menschen zur Welt zu bringen, ist auch für die beteiligten Hebammen, Ärztinnen und Ärzte immer wieder beeindruckend.

Ihre gesundheitliche Versorgung und die Sicherheit Ihres Kindes spielen dabei eine zentrale Rolle. Bei der Geburt kann es allerdings mal hektischer zugehen. In dieser Situation ist eine klare Sprache notwendig, um die maximal mögliche Sicherheit für Sie und Ihr Kind zu gewährleisten.

Im wissenschaftlichen Projekt TeamBaby möchten wir untersuchen, wie durch eine gute und sichere Kommunikation negative Ereignisse, die in der Fachsprache „vermeidbare unerwünschte Ereignisse“ genannt werden, reduziert werden können.

Ein unerwünschtes Ereignis liegt vor, wenn eine Patientin aufgrund einer Behandlung nicht optimal behandelt wird und im schlimmsten Fall einen Schaden erleidet. Unerwünschte Ereignisse treten im klinischen Alltag immer wieder auf. Sie sind vermeidbar, wenn sie auf einen Fehler – bspw. eine falsche Behandlung – zurückzuführen sind. Häufig ist dabei eine unzureichende Kommunikation zwischen den Beteiligten die Ursache. In der Frauenheilkunde und Geburtshilfe bedeutet das: Schwerwiegende Probleme könnten in fast drei von vier Fällen vermieden werden, wenn alle Beteiligten besser miteinander kommunizieren würden.

Ziel dieser Studie ist es, mit sicherer Kommunikation die „Vermeidbaren Unerwünschten Ereignisse“ (Fehler und Missverständnisse) zu verringern. Wie das am besten geschieht, ist die Kernfrage von TeamBaby.

Ablauf der Studie
Das Projekt hat drei Studienphasen, die nacheinander ablaufen. Phase 1 ist fast abgeschlossen und betraf nur das Fachpersonal (Ärztinnen und Ärzte, Hebammen, Pflegekräfte). Sie wurden geschult und haben Fragebögen zu ihrer täglichen Arbeit ausgefüllt.
Phase 2 und Phase 3 richtet sich an Sie, d.h. die Frauen, die demnächst ein Kind erwarten.

In Phase 2 konnten werdende Mütter (wie das Fachpersonal in Phase 1) ihre kommunikativen Fähigkeiten verbessern. Dabei wurde eine kostenfreie Online-Schulung angeboten.

Die Phase 3 ist die letzte im Forschungsprojekt TeamBaby (ab Dezember 2020). Hier kommt eine Web-App zum Einsatz. Wir wollen herausfinden, ob eine digitale Web-App geeignet ist, die Kommunikation zwischen werdenden Müttern, Ihren Angehörigen und den professionellen Kräften (Ärztinnen und Ärzte, Hebammen, Pflegekräfte) in der täglichen Arbeit zu fördern und damit die Patientensicherheit zu erhöhen. Sie können die TeamBaby Web-App, wenn Sie möchten, gemeinsam mit Ihrem Partner oder einem anderen Ihnen nahestehenden Menschen, nutzen.

An TeamBaby werden insgesamt ungefähr 952 Personen teilnehmen - seien Sie eine davon! Das gesamte Projekt (alle 3 Phasen) geht über einen Zeitraum von drei Jahren und wird frühestens im März 2022 beendet sein.